Praxis für Krankengymnastik und Physiotherapie, Jörg Preuße, Lübeck

was ist bobath-therapie?

Kurzinformation

Die Bobath-Therapie ist eine besondere Form der Krankengymnastik, die nach dem englischen Neurologen Dr. Karel Bobath (1905-1991) und seiner Ehefrau, der Krankengymnastin Berta Bobath (1907-1991) benannt ist.

Ursprünglich wurde die Methode zur Behandlung von Bewegungsstörungen aufgrund frühkindlicher Hirnstörungen (infantile Zerebralparese) entwickelt. Das Kind lernt in der Therapie normale Bewegungsabläufe kennen, indem die durch die Schädigung hervorgerufenen unphysiologischen Haltungs- und Bewegungsmuster gehemmt werden, damit normale, willkürliche und koordinierte Bewegungen ermöglicht werden.

Später wurde das Bobath-Konzept auch auf die Behandlung von Bewegungsstörungen bei Hirnschädigungen Erwachsener übertragen. So zählen Halbseitenlähmungen nach Schlaganfall, motorische Defizite nach Hirn-Operationen oder Hirnverletzungen zu den Bereichen, in denen nach dem Bobath-Konzept sehr erfolgreich behandelt werden kann.

In der Behandlung wird besonders mit gezielten Gleichgewichtsverlagerungen gearbeitet, damit die Patienten die Kontrolle über ihre Bewegungen zurückerlangen können. Für ein sensomotorisches Training werden optische, akustische und taktile Stimulation (Tapping, Druck und Zug) mit in die Behandlung einbezogen. Auch die Lagerung des Patienten und die Behandlung und das Herantreten von Pflegepersonal und Angehörigen ist wichtiger Bestandteil der Therapie.


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